Gemeinsam gegen Fluglärm und Schadstoffe

Gründungserklärung

Fünf Jahre Landebahn Nordwest bedeuten fünf Jahre Kampf gegen Fluglärm und Schadstoffe in Rhein-Main.

Den im BBI zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen ist es in den letzten 5 Jahren gelungen, den Protest und die Thematik Fluglärm und Raumunverträglichkeit fest im öffentlichen Diskurs zu verankern. Unser Protest konnte bundesweit und sogar über die Grenzen hinaus in Europa bekannt gemacht werden. Er hat öffentliche Beachtung, Anerkennung, Sympathien und auch Erfolge erringen können.

Eine politische Implementierung ist hingegen noch weitgehend ausgeblieben. Um unsere Ziele durchzusetzen, bedarf es einer dauerhaften, konzentrierten und professionellen Arbeit, eingebettet in und unterstützt von einer entsprechenden Struktur.

Diese Erkenntnis bedeutet eine Neujustierung gerade des Frankfurter Protestes.

Aus diesem Grund, aber auch zur Vitalisierung unseres Protests, sind wir heute, fünf Jahre nach Eröffnung der Landebahn Nordwest, der Meinung, dass unsere Arbeit in Frankfurt zu institutionalisieren ist. Dadurch sollen auch denjenigen unter uns, die am Protest nur eingeschränkt aktiv teilhaben können, neue Möglichkeiten zur Unterstützung und Mitwirkung eröffnet werden. Und auch mehr als 5 Jahre nach Eröffnung der neuen Landebahn gibt es weiterhin großen Bedarf im Hinblick auf innovative und kreative Impulse sowie auf thematische Arbeitsteilungen über die Grenzen der einzelnen Bürgerinitiativen hinaus.

Mit der Gründung des Vereins möchten wir all dem in Frankfurt Rechnung tragen und diese zusätzliche Struktur schaffen, die auf langfristige Arbeit ausgerichtet ist und sie effektiv ermöglichen soll.

Dabei werden wir uns in den vorhandenen Netzwerken des Bündnisses der Bürgerinitiativen und der Bundesvereinigung gegen Fluglärm bewegen, zugleich aber auch neue Partner suchen und Allianzen eingehen, z. B. mit den großen NGOs, die in Teilbereichen ihrer Aktivitäten unsere Forderungen bereits vertreten.

Wir arbeiten parteipolitisch absolut unabhängig.

Als mitgliederstarker Verein mit klaren Strukturen haben wir zusätzliche Möglichkeiten, uns in die öffentliche Diskussion einzubringen und Respekt zu fordern. Die Arbeit der Bürgerinitiativen kann dadurch unterstützt und mit neuen Anregungen für deren inhaltliches Zusammenwirken versehen werden.

Darüber hinaus können wir als gemeinnütziger Verein finanzielle Mittel generieren. Damit können dann auch wichtige Projekte unterstützt und Perspektiven eröffnet werden wie beispielsweise die AG Flugauswertung oder die Info-Datenbank Frapedia als Zeitdokument.

Wir werden eine Geschäftsstelle einrichten, in der professionelle Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden wird und die zugleich die Dokumentation und Archivierung des Protestes als dauerhafte Aufgabe übernimmt.

Gerade jetzt vor den Bundestagswahlen scheint uns die Vereinsgründung umso notwendiger, weil so die Möglichkeit besteht, im Rahmen des Wahlkampfes bundesweit unsere Interessen einzubringen, etwa bei der Diskussion des „Nationalen Luftverkehrskonzepts“.

Frankfurt am Main, 30. Januar 2017

Der Vereinszweck

Zweck des Vereins ist die Förderung von Umweltschutz, des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes und der Naturschutzgesetze der Länder, insbesondere der Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm und Schadstoffen und anderen nachteiligen Auswirkungen des Luftverkehrs.

 

Unser Vorstand

Vorsitzende: Stefanie Then
stv. Vorsitzende: Ursula Holler
stv. Vorsitzender: Clemens Scheitza

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